Besuch der Bio-Gemüsegärtnerei Lohr in Breitenbach
Am Freitag, 12. April 2024 hatten 20 Mitglieder das Vergnügen die Bio-Gemüse Gärtnerei von Vereinsmitglied Markus Lohr (bei 25°C) in Breitenbach zu besuchen.
Nachdem auch der Präsident und Organisator des Anlasses es geschafft hatte mit 10 Minuten Verspätung zu erscheinen konnte es um 17:00 los gehen.
Markus erzählte uns zuerst wie er vor 10 Jahren die Geranien-Gärtnerei Hochuli (kurz vor dem Abriss) übernehmen konnte um daraus eine Gemüsegärtnerei zu machen.
Zuerst wollte er die Gärtnerei nur als Einmann-Betrieb führen, aber mittlerweile ist der Bedarf an Gemüse und vor allem Setzlingen so gross, dass er in der Saison mehrere Angestellte beschäftigen kann.
Toll ist, dass Markus auch probiert Leute einzustellen, welche eine in einer schwierigen Lebensphase sind und probieren wieder Fuss zu fassen im Leben. Die Gartenarbeit hilf oftmals die Leute wieder zu "erden" und sich neu zu orientieren.
Bei der Besichtigung des Betriebes staunten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht schlecht ob der tollen Qualität der Pflanzen, vor allem der Tomatensetzlinge. Diese waren durchs Band weg kompakt und sehr gesund.
Durch Fragen gelang es den Teilnehmern einen Einblick in die Geheimnisse der erfolgreichen Gemüsezucht zu bekommen.
Die wichtigsten Punkte sind kurz gesagt:
- Eine luftige Aussaaterde. Das geht am besten immer noch mit torf-haltigen Erden, welche die Feuchtigkeit gut halten können.
Die billigen Aussaaterden aus den Baumärkten sind weniger geeignet. - Nach dem Keime, bei viel Licht und eher niedrige Temperaturen weiter kultivieren (Die nordseitige Fensterbank unter der Heizung ist darum kein guter Ort).
- Eine ausreichende Nährstoffversorgung. Markus verwendet Horn- und Federmehl als Stickstoffdünger
- Die Pflanzen nicht zu stark wässern.
Um immer ein gutes Angebot an Gemüse Setzlingen zur Verfügung zu haben wird jede Woche eine neue Charge an Salaten und Kohl angesät.
In der Gärtnerei kann man auch frisches Gemüse kaufen. Dieses produziert Markus zum Teil in den Gewächshäusern (Peperoni, Tomaten, Gurken) und auf dem freien Feld (Salat, Kohl, Zwiebeln, etc)
Interessant war zu sehen, dass Markus die Zwiebeln sehr nah beisammen gepflanzt hat (fast wie Schalotten). Dies kommt daher, dass Markus die Zwieben aus Samen zieht und dabei mehre Samen in die Töpfchen säht.
Die Töpfchen werden dann mit mehreren Zwiebeln drin ausgesetzt ohne sie zu pikieren. Wenn man einen grösseren Pflanzabstand wählt wachsen die Zwiebeln so tip top. Aus Samen gezogene Zwiebeln lassen sich auch länger lagern als solche die aus Steckzwiebeln gezogen werden.
Markus legt grossen Wert auf die richtige Fruchtfolge, das heisst in einem Beet wo eine Lippenblütler (z.B. Erbsen) wachsen, wird nach der Ernte eine andere Gattung gepflanzt, zum Besipiel Kreuzblütler (Kohl).
Erst nach mehreren Jahr pflanzt er wieder dieselben Pflanzen am selben Ort. So können Pflanzen spezifische Schadorganismen, die im Boden leben, sich nicht zu stark vermehren.
Im Hausgarten sollte man darum den Petterli jedes an einem anderen Ort setzen.
Die Führung war so interessant, dass man leider ganz vergessen hatte Fotos in der Gemüse-Anlage zu machen.
Zum Schluss hat Markus noch etwas zum Trinken offeriert (vergellt's Gott), darum ist das gemütliche Beisammensein auch besser dokumentiert.
Wir danken Markus Lohr ganz herzlich für die Zeit und Gastfreundschaft.
Sein Betrieb ist und bleibt DER Ort für Gemüsesetzlinge und frisches Gemüse für das Laufental und Schwarzbubenland.
Und wer will findet sogar immer noch Geranien und andere Blumen zum kaufen. Was will man mehr.